„Vor Gericht und auf hoher See ist man ist Gottes Hand“. Das ist ein altes Sprichwort. Es war schon bei den Römern bekannt. Mit dem Sprichwort sollte ausgedrückt werden, dass es Situationen gibt, bei denen ich den Ausgang nur sehr begrenzt selbst beeinflussen kann. Jede Seefahrt birgt das Risiko, unvorhergesehen in Not zu geraten. Bei … Weiterlesen Auf See – im Hafen [zum Gemeindejubiläum von St. Marien, Röbel]
Schlagwort: Jesus
Am toten Punkt
Was bedeutet es für die Kirche, am "Toten Punkt" zu sein? Kardinal Marx hat diese Formulierung in der letzten Woche verwendet, als er seinen Rücktritt verkündete. Der folgende Text ist eine Predigt zum Besinnungstag für Priester und Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versucht, diesem Gedanken nachzugehen: Als Kardinal Marx in der letzten Woche seinen Rücktritt … Weiterlesen Am toten Punkt
In der Liebe bleiben
Die schönste Beschreibung für das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen findet sich im Johannesevangelium. Jesus verwendet dafür das große Wort „Liebe“ (Joh 15, 9). Gott ist die Quelle der Liebe. Er liebt Jesus als seinen Sohn. In der Rede an seine Jünger dehnt Jesus diese Gemeinschaft in der Liebe aus: Auch ich liebe euch. … Weiterlesen In der Liebe bleiben
Früchte
Die Familie Joad steht im Mittelpunkt eines Romans von John Steinbeck. Sie sind Farmer, also Bauern und betreiben im Osten der Vereinigten Staaten, in Oklahoma eine Landwirtschaft. In guten Jahren können sie vom Korn und von den Früchten, die sie ernten gut leben. Als aber eine Dürrezeit kommt, steht die Familie vor dem Aus. Ihr … Weiterlesen Früchte
Was Jesus heute tun würde… Teil 2
Ist jede Deutung des Evangeliums nur relativ? Wissen wir eigentlich gar nicht verbindlich, was das Evangelium sagen möchte? Ganz so einfach ist es nicht. Der klassische katholische Weg wäre, sich der Tradition anzuvertrauen, also zu akzeptieren, dass die verbindliche Auslegung des Glaubens eben nur in der großen Gemeinschaft der Kirche über die Jahrhunderte hinweg erfolgt … Weiterlesen Was Jesus heute tun würde… Teil 2
Was Jesus heute tun würde… Teil 1
„Was hätte Jesus getan?“ – Bei der Diskussion um strittige aktuelle Fragen, wie etwa die der Segnung homosexueller Lebenspartnerschaften, der Zulassung von Frauen zum Weiheamt, der Sterbehilfe oder in Fragen von Krieg und Frieden taucht diese Frage immer wieder auf. Sie wird in der Regel nicht als offene Frage gestellt, sondern zur Untermauerung der eigenen … Weiterlesen Was Jesus heute tun würde… Teil 1
Ist das auch echt?
2013 machten wir mit dem Hamburger Priesterrat eine Fahrt nach Danzig. Es war eine Studienfahrt, auf der wir mit verschiedenen kirchlichen Einrichtungen und Vertretern zusammenkamen. Daneben besichtigten wir natürlich auch die schöne Stadt. „Wenn ich schon einmal in Danzig bin“, dachte ich mir, „dann möchte ich auch ein paar Geschenke mitbringen.“ Danzig gilt als die … Weiterlesen Ist das auch echt?
Im Felsen [zum Osterfest]
In der Nähe waren Höhlen. Die kleine Reisegesellschaft, zu der ein junger Dichter gehörte, machte Rast in einem Dorf. Dort traf sie auf mehrere Bergmänner. Einer von ihnen, reich an Erfahrung und Alter bot sich ihnen an, die Höhlen zu zeigen. Man willigte fröhlich ein, teils aus Neugier, teils aus Interesse, mehr über das Leben … Weiterlesen Im Felsen [zum Osterfest]
Der richtige Platz [zum Karfreitag]
In der Fastenzeit haben wir in unserer Pfarrei einen besonderen Kreuzweg gebetet. In die Betrachtung des Leidensweges haben wir das Gebet für die Betroffenen der weltweiten Corona-Krise hineingenommen. Dabei wurde mir deutlich, wie viele Menschen in den unterschiedlichsten Situationen betroffen sind, angefangen von den Kranken und Sterbenden, über die Pflegekräfte und Familien bis hin zu … Weiterlesen Der richtige Platz [zum Karfreitag]
Reinigung und Auftrag [zum Gründonnerstag]
In diesem Jahr fehlt ein Element der Gründonnerstagsfeier. Die Fußwaschung fällt aus. Die Distanzlosigkeit dieses Ritus erzwingt den Ausfall. Es ist ein Kennzeichen des letzten Jahres, dass ausgerechnet die Gesten des täglichen Lebens entfallen, die die Distanz zwischen Menschen überwinden können: Der Händedruck, die Umarmung, der Kuss. Zuneigung kann auch mit Worten bekundet werden. Aber … Weiterlesen Reinigung und Auftrag [zum Gründonnerstag]
In der Stadt [zum Palmsonntag]
1925 wartete die Literaturwelt mit einer kleinen Sensation auf. Der amerikanische Schriftsteller John Dos Passos, Sohn portugiesischer Einwanderer, veröffentlichte den Roman „Manhattan Transfer“. Das Buch brach mit gängigen Traditionen. Es erzählte nicht mehr eine Geschichte, sondern viele, die nebeneinander herlaufen. Statt einer Hauptfigur gab es verschiedenste Figuren, die den Roman bevölkern. Dos Passos erzählt gleichzeitig … Weiterlesen In der Stadt [zum Palmsonntag]
Der Überschuss an Gutem
Eine Grundspannung der Frohen Botschaft wird in den Texten des 4. Fastensonntags sowohl von Paulus, als auch von Jesus selbst zur Sprache gebracht. Jesus nennt das Gegensatzpaar von Licht und Dunkelheit (Joh 3, 14-21), Paulus das von Gnade und Sünde (Eph 2,4-10). Während die Sünde, oder Dunkelheit zum Tod führt und zur Gottferne, bedeutet die … Weiterlesen Der Überschuss an Gutem
Markthalle
In Europa gelten die Spanier als die eifrigsten Besucher und Käufer in Markthallen. Traditionell ist der Besuch bei Fisch-, Gemüse- oder Blumenhändlern, die ihr Stände täglich mit neuer Ware beliefern für viele Haushalte nach wie vor ein fester Bestandteil ihrer Einkauftour. In Spanien, wie auch in Italien oder Frankreich gehören die Markthallen noch in ihrer … Weiterlesen Markthalle
Eine gute Prognose
Oberhalb der Stadt Delphi, am Hang des Parnass-Hügels lag nach griechischer Sage der Mittelpunkt der Welt. Zeus, der Göttervater hatte einst zwei Adler von den entgegengesetzten Enden der Erde aufeinander zufliegen lassen. Dort, wo sie sich trafen, ließ sich die Erdenmutter Gaia nieder und hinterließ die geflügelte Schlange Python, die hellseherische Fähigkeiten hatte. Als der … Weiterlesen Eine gute Prognose
Trennungen [Reimpredigt]
Als “Aussatz” galt zu Jesu Zeit die Lepra, eine Hautkrankheit, die Angst und Schrecken wohl erweckt dem, der sich mit ihr angesteckt. Von Mensch zu Mensch, so ist’s belegt, sich dieses Leiden überträgt. So galt, es war schon immer so, der Aussätzige als Risiko. Die Kranken mussten schleunigst ziehen in Aussätzigenkolonien, die man vor Dörfern … Weiterlesen Trennungen [Reimpredigt]














