Was Jesus heute tun würde… Teil 1

„Was hätte Jesus getan?“ – Bei der Diskussion um strittige aktuelle Fragen, wie etwa die der Segnung homosexueller Lebenspartnerschaften, der Zulassung von Frauen zum Weiheamt, der Sterbehilfe oder in Fragen von Krieg und Frieden taucht diese Frage immer wieder auf. Sie wird in der Regel nicht als offene Frage gestellt, sondern zur Untermauerung der eigenen Position verwendet. An der Stelle, an der ich mich in Lehr- oder Moralfragen an der kirchlichen Verkündigung reibe, taucht der Zweifel auf, ob die offizielle Lehre überhaupt „jesusgemäß“ ist. Hätte Jesus in dieser oder jenen Frage nicht genau so entschieden, wie es meiner eigenen Meinung entspricht? Der Vorwurf, „Jesus hätte es ganz anders gewollt“ durchzieht seit Jahrzehnten alle kontroversen Diskussionen. Die erste Annahme ist, dass sich die Kirche in ihrer Lehre möglichst eng an die Verkündigung der Bibel zu halten habe. Diese Annahme ist uneingeschränkt richtig. Die zweite Annahme ist, dass die Kirche aus welchen Gründen auch immer, an der einen oder anderen Stelle die Botschaft des Evangeliums falsch verstanden habe oder falsch auslege. Auch in dieser Annahme steckt ein wahrer Kern. Lehre und Verkündigung sind nicht statisch. Sie müssen auf aktuelle Herausforderungen im Denken und Handeln auch aktuelle Antworten finden. Ob diese Antworten dabei immer dem vorherrschenden Meinungsbild folgen oder ihm auch kräftig widersprechen können, ist dabei nicht ausgemacht. Das Hören auf das Evangelium, die Befragung der Tradition und der aktuellen Theologie sollen ja gerade den Zeitgeist kritisch hinterfragen. Als etwa Papst Franziskus sich in seiner Enzyklika „Laudato sii“ vehement gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem wandte, traf dies gerade in den USA auf scharfe Ablehnung. Der Papst hatte aus der Schrift und Tradition heraus aktuelle Denkmuster in Frage gestellt. Schon dieses kleine Beispiel zeigt, wie schwierig die Antwort des Glaubens auf Fragen der Zeit sein kann. „Was hätte Jesus getan?“ Die heutige Wirtschaftsordnung des globalisierten Kapitalismus war ihm unbekannt. Vom Gedanken einer anzustrebenden universalen Gerechtigkeit aber, die sich im Alten wie im Neuen Testament durchaus findet, lassen sich die Ungerechtigkeiten unserer Tage durchaus benennen. Der Bezug zum Evangelium hat meist eine kritische Sinnspitze.

Es ergibt sich ein Spannungsfeld: Das Evangelium wird immer in einem bestimmten Zeitkontext gelesen. Man wird in ihm zu jeder Zeit Aspekte finden, die sich mit diesem Zeitkontext vereinbaren lassen, andere aber, die ihm widersprechen. Insbesondere die katholische Kirche befragt die Bibel daher auf der Suche nach einer verständlichen Verkündigung für die heutige Zeit immer im Licht der Tradition. Dahinter steht die Grundannahme, dass die Weitergabe des Glaubens auf lange Sicht ein richtiges Verständnis dessen geben kann, wie die Heilige Schrift zu verstehen und auszulegen ist. Dies basiert auf der theologischen Grundannahme, dass sich Gott selbst nicht verändert. Seine Selbstmitteilung ist verlässlich, konstant und in Jesus Christus unüberbietbar deutlich geworden. Gegen das Traditionsverständnis gibt es Einwände. Die Tradition ist stets ein Bremsklotz, der (zumindest schnelle) Neuerungen verhindert. Ob dies in dem einen oder anderen Fall gut oder schlecht ist, zeigt sich erst im Nachhinein. Zudem macht auch die Tradition Veränderungen durch. Das klassische Beispiel ist die Anerkennung der universalen Menschenrechte, die zunächst von der Kirche abgelehnt wurden (da sie nicht aus christlichen, sondern philosophischen Quellen stammten), später aber als verbindlich anerkannt wurden, weil sie auch aus christlichen Grundüberlegungen tragbar und sinnvoll sind. Zwischen diesen beiden Überzeugungen lagen über 100 Jahre des Konflikts und der Auseinandersetzung. Geht das nicht auch schneller? Wäre es nicht einfach möglich, die hemmende Wirkung der Tradition auszuschalten und viel schneller zu Anpassungen und Veränderungen in der Kirche zu kommen? „Was würde Jesus tun?“ – Die Ausgangsfrage kehrt hier wieder. Reicht uns nicht einfach die Bibel, um Antworten auf die heutige Zeit zu finden? Geht es nicht um einen „zeitgemäßen“ Glauben?

Für das Ringen mit der Tradition steht beispielhaft die sogenannte „Leben-Jesu-Forschung“. Unter diesen Begriff fallen u.a. Veröffentlichungen, die versuchen, die biblische Botschaft neu zu deuten, ohne Rücksicht auf die Tradition der Kirchen zu nehmen. Es geht um einen Jesus, der von den vermeintlichen Vereinnahmungen durch die Theologie und das Lehramt befreit werden soll. Die Autoren beanspruchen nicht selten, den „wahren Jesus“ entdeckt zu haben. Ein prominentes Beispiel ist das 1835 erschienene Buch „Das Leben Jesu, kritisch betrachtet“ von Friedrich David Strauß. Der Autor wollte die Evangelien in ihrer mystisch-allgemeinen Bedeutung betrachten und löste sie aus dem zeitbedingten jüdischen Kontext. Jesus wird bei ihm zu einer Gestalt des allgemeinen Menschseins, zu einem Zielbild des vergöttlichten Menschen, des Menschen in seiner reinen, unverfälschten, gereinigten Gestalt. Strauß passte die Person Jesu in das damals zeitgemäße philosophische Denken ein. Die Leitideen dazu stammen aus dem deutschen Idealismus, vor allem der Philosophie Hegels, dessen Grundgedanken zu dieser Zeit zumindest unter den Gebildeten so etwas wie einen gesellschaftlichen „common sense“, darstellten. Hier erschien also eine wirklich moderne Fassung des Glaubens, die punktgenau in die Zeit sprach. Solche Jesusportraits tauchen immer wieder auf. Sie reflektieren die Gestalt Jesu auf eine bestimmte gesellschaftliche Situation hin. Jesus wird kontextualisiert. So erscheint er z.B. als der Proto-Protestant (Adolf von Harnack), als Begründer eines rein geistlich-charismatischen, institutionslosen Christentums (Friedrich Heiler), als Freiheitskämpfer für die Armen und Schwachen (Leonardo Boff) oder als Vorkämpfer für die Gleichberechtigung der Geschlechter (Feministische Theologie). Alle diese Versuche der Jesus-Deutung haben ihre Berechtigung. Sie weisen auf teilweise unterbelichtete Aspekte des Evangeliums hin und fördern Gedanken, die zu einer zeitgemäßen Deutung hilfreich sein können. Gleichzeitig liegt in Ansätzen der „traditionslosen“ Jesusdeutung auch eine Gefahr. So gab es zur Zeit der Nationalsozialismus zahlreiche Versuche, die Evangelien auf die Figur eines „arischen Christus“ zu deuten, indem man ihn zum Gegner seiner eigenen jüdischen Religion machte. Solche Versuche waren damals sehr zeitgemäß und modern, im Rückblick betrachtet allerdings beschämender Unfug.

„Was hätte Jesus getan?“ Neben Werken wie denen von Strauß gab es in der Leben-Jesu-Forschung auch immer wieder Stimmen, die vor der zeitbedingten Vereinnahmung Jesu für bestimmte politische oder philosophische Ziele warnten. Teilweise schlug die Ablehnung in das Gegenteil um. Albert Schweitzer, vor allem aber der protestantische Theologe Rudolf Bultmann verwiesen auf die große Unsicherheit der biblischen Überlieferung: An den historischen Jesus, also an Jesus, wie er als Mensch wirklich war, dachte und handelte, komme man nicht mehr heran. Es gebe keine neutrale Deutung seiner Person, da ja schließlich auch die Evangelien bereits Produkt eines Glaubens an die Gottessohnschaft und Auferstehung Jesu seien. Bultmanns Einspruch wirkte gewaltig. Sollte man also über Jesus in den Evangelien gar nichts „Authentisches“ mehr finden können? Ernst Käsemann (1906-1998), ein Schüler Bultmanns, machte sich mit modernen Mitteln der Textkritik auf die Suche nach den Spuren des geschichtlichen Jesus in den Evangelien und filterte einen Grundbestand an authentischen Jesusworten heraus. Heute geht man insgesamt davon aus, dass die biblischen Schriften doch weit mehr vom geschichtlichen Jesus aufbewahrt haben, als Anfang des 20. Jahrhunderts vermutet wurde. Es wäre vielleicht an anderer Stelle einmal interessant, heutige Kriterien der Bibelforschung vorzustellen. Für die weitere Argumentation würde ich von der Grundthese ausgehen, dass uns die Evangelien ein im Kern realistisches Bild von der Verkündigung und dem Leben Jesu geben. Auch wenn Vieles im Laufe einer zunächst mündlichen Erzähltradition variiert und ausgeschmückt wurde, können wir die entscheidenden Grundzüge, also was die zentralen Botschaften Jesu waren durchaus erkennen. Trotzdem ist der Blick auf die Schrift nie ganz historisch zuverlässig. Ob genau dieses oder jenes Jesuswort von ihm selbst stammt, kann selten eindeutig beantwortet werden. Schon die Evangelien sind nun einmal Teil der Tradition und nicht Schriftstücke historischer Geschichtsforscher modernen Zuschnitts (wobei auch diese in der biografischen Darstellung einer bestimmten Person durchaus zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen können…). Mit den Augen von gläubigen Menschen gelesen, ist die Bibel „Offenbarung“, d.h. sie gibt uns einen zuverlässigen Einblick in die Dinge die Gott über sich mitteilen möchte, ohne, dass deswegen jeder Satz entrückt vom Verständnis der biblischen Autoren und der Glaubensgemeinschaft gelesen werden kann.

Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht entmutigt. Nach allem, was Sie bis jetzt gelesen haben, könnten Sie den Eindruck bekommen, man müsse erst ein theologisches Studium absolvieren, um die Bibel zu verstehen. Das ist zum Glück nicht so. Bei der Eingangsfrage „Was hätte Jesus getan?“ geht es ja immer auch um ein persönliches Verständnis. Wie lese ich die Bibel, was ist mir wichtig, welche Stellen haben für mich eine Bedeutung, welche sind für mich handlungsleitend? Diese Fragen müssen und dürfen Sie für sich natürlich persönlich beantworten. Ich vermute, dass jede oder jeder, der sich mit den Evangelien auseinandersetzt ein eigenes Bild von Jesus hat. Die Forschung hilft dabei, dieses Bild zu ergänzen, zu schärfen und uns vielleicht auch vor der ein oder anderen Fehldeutung zu bewahren. Die gleiche Aufgabe hat auch die Tradition, die gewissermaßen das Glaubenswissen und -verständnis vergangener Generationen durch die Jahrhunderte abbildet. Wer für sein Jesus-Bild allgemeine Gültigkeit beanspruchen möchte, muss es allerdings vor diesen Instanzen rechtfertigen können. Der erste und grundlegende Zugang zur Heiligen Schrift ist der eines normalen gläubigen Menschen. Die Tiefe und die Zusammenhänge der Bibel können sich jedem erschließen. Der persönliche Kontakt zu Gott in Gebet und Meditation ist für den persönlichen Glauben nahrhafter als so manche wissenschaftliche, objektivierte Diskussion. Der Glaube ist nicht zuerst eine Frage der Universitäten, sondern des geistlichen Lebens. Deshalb gibt es neben der Leben-Jesu-Forschung eine noch viel ältere Tradition der Jesus-Frömmigkeit. Das nach der Bibel am weitesten verbreitete christliche Buch ist „Von der Nachfolge Christi“ von Thomas von Kempen (1380-1471). Thomas und die sogenannte „Devotio moderna“ (devotio = „Hingabe“) stellten die Frage nach Jesus neu. Wer Jesus verstehen wollte, sollte sich in das Vorbild Jesu hineinversenken. Es ging darum, Jesus quasi in sein Seelenleben aufzunehmen. Der fromme Betrachter soll seine eigene Haltung am Vorbild Jesu überprüfen und sie nachahmen. Jesus wird zum Beispiel für ein tugendhaftes Leben und bestimmt so auch mein eigenes Leben in der Welt. Ignatius von Loyola (1491-1556) entwickelte in den Exerzitien ein ähnliches Programm. In der Betrachtung des Lebens Jesu soll der oder die Einzelne ihr Leben spiegeln und sich von innen her auf die eigene Berufung hin formen lassen. „Was würde Jesus tun?“ wird hier zu einem „was tut Jesus und was würde er wollen, das ich tue?“ Während solche geistlichen Traditionen zunächst auf die innerliche Veränderung, wir könnten vielleicht sagen auf die Formung meiner eigenen Persönlichkeit zielen, wird die Frage nach dem, „was Jesus tun würde“ heute eher ethisch verstanden. Es geht um das Handeln. Die Bibel ist also ein Bezugspunkt, eine Orientierung. Nachfolge Jesu heißt dann vor allem, wie Jesus zu handeln. Diese Frage wird dann auf ganz konkrete Situationen bezogen. Was würde Jesus heute tun, wenn es um die Frage der Aufnahme von Flüchtlingen geht, wie würde er reagieren, wenn ein Freund in Geldnot gerät, wie würde er sich zur Frage des Rassismus stellen, würde er gleichgeschlechtliche Partnerschaften segnen?

Solche Fragen sind zugleich leicht und schwer zu beantworten. Sie sind leicht zu beantworten, weil sich für mich persönlich aus meinem Jesusbild eine konkrete Handlungsaufforderung ergeben kann. Sie sind schwer zu behandeln, weil sich aus den oben genannten Gründen nur unter Schwierigkeiten allgemeine Maximen für ein generelles Handeln ergeben. Schaut man aus der Sicht eines Bibelforschers auf die Frage „was Jesus heute tun würde“, könnte man sagen: Wir wissen es nicht. Hier geht es um Themen, die zur Zeit Jesu nicht aktuell waren oder zumindest nicht in der Bibel verhandelt werden. Die neuzeitliche Emanzipationsbewegung und die angestrebte Gleichheit der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen ist eine moderne Frage. Wir können zwar den Evangelien entnehmen, dass Jesus ein vergleichsweise offenes Verhältnis zu Frauen hatte (etwa, dass man sie in seinem Jüngerkreis findet, dass Frauen die ersten Zeuginnen der Auferstehung waren, dass es offenbar echte Freundschaften zu Frauen, etwa Maria und Martha gab). Befürworter des Frauenpriestertums leiten u.a. aus diesem biblischen Befund ab, dass Jesus selbst dafür offen gewesen wäre. Als Gegenargument gilt, dass Jesus aber gerade nur Männern, dem Kreis der Apostel seine Nachfolge in der Verkündigung, Heilung und Sündenvergebung anvertraut hat. Das liege, so die andere Seite, an der patriarchalen Struktur der Zeit und an der Symbolik des Zwölferkreises als Neubegründung der Stämme Israels. Jesus war damals gesellschaftlich vielleicht nicht in der Lage zu weiterreichenden Schritten, aber er wäre es heute. Doch auch diese Diskussion ist schon wieder voraussetzungsvoll, da zunächst einmal geklärt werden müsste, ob Jesus überhaupt ein kirchliches Amt gewollt habe, wie es sich in den ersten Jahrhunderten dann ausprägt. Auch hier gibt es wieder die unterschiedlichsten Argumente. Es ist nicht so einfach. Es gibt zum Beispiel das Jesuswort: „Wer unter euch der Erste sein will, der soll euer Sklave sein (Mt 20,27)“. Jesus akzeptiert hier und auch an anderen Stellen offenbar eine Gesellschaftsordnung, in der es Sklaven gibt. Zumindest finden sich keine Zitate, dass Jesus die Sklaverei abgelehnt hätte. Was macht nun Sinn? Zu sagen „Jesus würde heute die Sklaverei abschaffen“ oder „Jesus würde heute die Sklaverei nicht abschaffen“. Der zweite Satz klingt in unseren Ohren seltsam. Aus den Bibelstellen allein können wir dazu keine sichere Aussage treffen. Wir würden uns behelfen, indem wir sagen: „Damals war die Sklaverei so selbstverständlich, dass man sie nicht in Frage stellte. Heute würde Jesus sich klar dagegen stellen.“ Ich würde das auch so sagen, aber kann ich mir sicher sein? Was machen wir mit dem folgenden Satz aus der Bergpredigt: „Wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch“ (Mt 5,32)? Aus der Logik der Zeit Jesu heraus ist der Sinn eindeutig. Ehebruch ist eine schwere Sünde (wie von Jesus an mehreren Stellen bekräftigt). Die Entlassung aus der Ehe war im jüdischen Gesetz eine Möglichkeit, eine Ehe aus einem schwerwiegenden Grund zu scheiden. Übersetzt man den Satz in die heutige Zeit heißt das: „Wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht Ehebruch und damit eine schwere Sünde“. Etwas grob gesagt ist das bis heute die offenbar biblisch gut begründete Lehrmeinung der katholischen Kirche. Was würde Jesus also heute zur Frage der wiederverheiratet Geschiedenen sagen? Würde er seine Lehre von damals revidieren? Ich will diese Frage nicht entscheiden, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass eine einfache Antwort auf das, was Jesus heute tun würde, kaum realistisch ist . Es gibt zwei Extreme. Das erste ist zu behaupten, dass Jesus selbstverständlich unsere häufig sehr liberalen Antworten auf ethische und moralische Fragen teilen würde. Jesus, so die Vorstellung, hätte schon längst unseren westlichen Life-Style mit seinen Positionen zur individuellen Freiheit und Selbstbestimmung geteilt (ein bisschen Kapitalismuskritik eingeschlossen). Die Gegenposition ist, dass Jesus wahrscheinlich aufgrund unserer verlotterten ethischen Maßstäbe die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und unsere unmoralische Zeit auf das Schärfste attackieren würde. Beide Positionen werden heute durchaus vertreten. Beide Positionen können sich in ihrer Einschätzung auf die Heilige Schrift berufen. Wir können gar nicht anders, als die Bibel aus einer bestimmten Tradition, einem bestimmten Weltbild heraus zu lesen und zu verstehen. Wer allein mit bestimmten Zitaten arbeitet und anhand einzelner Episoden aus den Evangelien heraus seine Argumente entwickelt, kommt nicht über die Frage des persönlichen „Für-richtig-Haltens“ heraus. Nun geht es aber um allgemein gültige Maßstäbe, die aus dem Evangelium abgeleitet werden sollen. Kann es solche überhaupt geben? Einen möglichen Lösungsweg möchte ich im zweiten Teil skizzieren.

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