Auf See – im Hafen [zum Gemeindejubiläum von St. Marien, Röbel]

„Vor Gericht und auf hoher See ist man ist Gottes Hand“. Das ist ein altes Sprichwort. Es war schon bei den Römern bekannt. Mit dem Sprichwort sollte ausgedrückt werden, dass es Situationen gibt, bei denen ich den Ausgang nur sehr begrenzt selbst beeinflussen kann. Jede Seefahrt birgt das Risiko, unvorhergesehen in Not zu geraten. Bei … Weiterlesen Auf See – im Hafen [zum Gemeindejubiläum von St. Marien, Röbel]

Der Weltenbaum [zum Pfingstfest]

Die Turk-Völker Zentralasiens erzählen sich die folgende Sage: In der Mitte der Welt stand ein gewaltiger Baum, Bajterek. Seine Wurzeln reichten in die Unterwelt, sein Stamm durchmaß die Welt der Menschen und seine Krone spannte sich in den Himmel und berührte die Wohnstatt der Götter. In der Krone des Baums lebte ein gewaltiger Vogel, der … Weiterlesen Der Weltenbaum [zum Pfingstfest]

Der richtige Platz [zum Karfreitag]

In der Fastenzeit haben wir in unserer Pfarrei einen besonderen Kreuzweg gebetet. In die Betrachtung des Leidensweges haben wir das Gebet für die Betroffenen der weltweiten Corona-Krise hineingenommen. Dabei wurde mir deutlich, wie viele Menschen in den unterschiedlichsten Situationen betroffen sind, angefangen von den Kranken und Sterbenden, über die Pflegekräfte und Familien bis hin zu … Weiterlesen Der richtige Platz [zum Karfreitag]

Waffen des Lichts [Geistlicher Impuls zum 1. Adventssonntag]

Krieg ist in sich etwas Schlechtes. Die alttestamentliche Lesung am ersten Adventssonntag erinnert daran, wenn es in ihr heißt, dass im Reich Gottes die „Schwerter zu Pflugscharen“ geschmiedet werden (Jes 2,4). Umso mehr mag es erstaunen, dass kurz darauf, in der zweiten Lesung die Kriegsmetapher wieder aufgegriffen wird, diesmal in einem positiven Sinn: Brüder! Bedenkt … Weiterlesen Waffen des Lichts [Geistlicher Impuls zum 1. Adventssonntag]

Desiderate [Ansprache zum Volkstrauertag]

Was ist die Trauer eigentlich? Die Bezeichnung des heutigen Tages legt nahe, dass ein ganzes Volk trauern soll. Denken Sie an die persönliche Trauer, die Sie schon einmal empfunden haben. Sie ist eine Leere, ein Schauen in das Dunkel, in dem nichts zu finden ist; sie ist die Frage auf die ich keine Antwort bekomme; … Weiterlesen Desiderate [Ansprache zum Volkstrauertag]

Wie kann man Moral begründen? -Teil 3

In den vorherigen Überlegungen hatte sich gezeigt, dass alle moralischen Begründungssysteme ihre Stärken und ihre Schwächen haben. Es ist davon auszugehen, dass es keine moralische Letztbegründung gibt, die unbestreitbar ist. Insofern kann es nur darum gehen, einen Weg aufzuzeigen, der für möglichst viele beschreitbar ist, so dass die Zahl der Gegner, die es in extremen … Weiterlesen Wie kann man Moral begründen? -Teil 3