Streitfall „Polygamie“ – zu einer aktuellen kirchlichen Diskussion

In seinem Roman „Unterwerfung“ erzählt der französische Autor Michel Houellebecq die Geschichte eines Literaturwissenschaftlers in einem sich radikal wandelnden Frankreich. Houellebecq konstruiert die Situation, dass bei den Präsidentschaftswahlen die radikalislamische Muslimbruderschaft die Mehrheit erringt und den Staat mit Hilfe von saudi-arabischem Geld nach islamistischen Prinzipien umbaut. Der Held des Romans hat mit Religion wenig am Hut. Allerdings findet er mit der Zeit Gefallen an einigen Aspekten der neuen politischen Wirklichkeit. Besonders anziehend ist für ihn die Aussicht auf eine arrangierte Ehe und die Möglichkeit, polygam zu leben, also mit mehreren Frauen verheiratet zu sein. Am Ende des Romans (Achtung: Spoiler!) tritt er aus diesem Grund tatsächlich zum Islam über.

Houellebecq provoziert dabei (mal wieder) außerordentlich. Nicht nur, dass er zeigen möchte, dass kulturelle Wertvorstellungen in einer individualistischen Gesellschaft aus egoistischen Motiven leicht über Bord geworfen werden – er berührt mit dem Thema „Polygamie“ ein großes Tabu der westlichen Gesellschaft. Unter dem Vorzeichen des Feminismus ist die Vorstellung, dass Männern die früher so genannte „Vielehe“ rechtlich offiziell erlaubt wird, ein moralischer Skandal. Sie ist auch mit den christlichen Ehevorstellungen nicht vereinbar.

Man kann sich nur schwer vorstellen, dass es in der katholischen Kirche zu einer offiziellen Anerkennung, vielleicht sogar Segnung polygamer Ehen kommen könnte. Aber genau das wird aktuell diskutiert. Es ist kein Thema in Europa oder Amerika, wohl aber in Afrika, wo die Polygamie in vielen Gesellschaften durchaus praktiziert wird – wenn auch ohne offizielle Anerkennung der Kirche.

Ich komme auf das Thema, weil mich neulich ein kleiner Bericht auf dem Portal „katholisch.de“ darauf gebracht hat. Der Münsteraner Priester und Theologe Égide Muziazia vertrat dort eine kontroverse Position.[1] Er sprach sich für eine pastorale, vielleicht sogar lehramtliche Anerkennung polygamer Ehen aus. Auf seine Argumentation werden wir noch zurückkommen. Ich muss sagen, dass mich dieser Artikel „getriggert“ hat, sodass ich einmal recherchiert habe.[2] Die Frage ist ja: Können wir in näherer Zukunft mit einer päpstlichen Anerkennung der Polygamie rechnen? Und die Frage ist auch: Was hat das mit uns zu tun?

Weltsynode

Papst Franziskus hatte in den Jahren 2021–2024 zu einer Weltsynode nach Rom geladen. Auslöser dafür war unter anderem der in Deutschland begonnene „Synodale Weg“ gewesen. Dem Papst war es ein Anliegen, die aktuellen Themen, die die weltweite Kirche beschäftigen, in großer Runde zu diskutieren. Zum Zusammenhang zwischen dem „Synodalen Weg“ und der Diskussion über die „Vielehe“ werden wir noch kommen.

Vom afrikanischen Kontinent wurde das Thema „Polygamie“ als wichtiges pastorales Thema benannt. Aus einem persönlichen Gespräch mit einem Bischof aus dem Kongo hatte ich von der Problematik bereits vor einigen Jahren gehört. Er erklärte mir damals, dass die Vielehe eine gesellschaftlich geduldete Praxis sei und innerhalb der Kirche Schwierigkeiten bereite. Wie etwa solle man den Status einer Zweit- oder Drittfrau bewerten, wenn es katholischerseits nur die Ehe mit einer Frau gebe? Oft haben die Seelsorger vor Ort das konkrete Problem, diese Personen gut in das kirchliche Leben zu integrieren, von schwerwiegenden seelsorglichen Fragen in der Begleitung einmal abgesehen. Die Frauen litten darunter, nicht als „verheiratet“ zu gelten. Die Beziehung zu mehreren Frauen wird moraltheologisch dann als „Konkubinat“ und damit de facto als Ehebruch bewertet. So gelangte das Polygamie-Thema in die offiziellen Dokumente der Weltsynode.

Im Synthesebericht der ersten Sitzung der Synode vom Oktober 2023 wurde der Zusammenschluss der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) ermutigt, eine theologische und pastorale Unterscheidung zur Polygamie zu fördern und Menschen in polygamen Verbindungen, die zum Glauben finden, zu begleiten.[3] Die afrikanischen Bischöfe hatten das Thema allerdings schon früher bearbeitet. Bereits 2016 hatte das SECAM ein Dokument zu „schwierigen“ Ehesituationen einschließlich der Polygamie vorgelegt.[4]

Kardinal Fridolin Ambongo (Kinshasa), Präsident des SECAM, stellte der Synode im Oktober 2024 einen Vier-Phasen-Plan vor. Er bekräftigte, dass die Kirche in Afrika an der Monogamie festhält, betonte jedoch, dass die Bestätigung der Lehre allein nicht genüge. Eine pastorale Begleitung von Polygamen sei dringend erforderlich.[5] Er wies zudem darauf hin, dass im modernen Afrika neue, informelle Formen der Polygamie entstehen.[6]

Der Entwurf einer SECAM-Expertenkommission wurde auf der SECAM-Vollversammlung in Kigali 2025 beraten.[7] Im Zentrum stand die Begleitung bereits polygam lebender Christen und Taufbewerber.[8] Die Bischöfe befürworteten in Kigali sechs pastorale Vorschläge, u. a. Menschen in polygamen Situationen in die Gemeinden aufzunehmen, Kinder aus solchen Familien voll einzubeziehen und Witwen vor dem Zwang zur Levirats- bzw. Erbschaftsehe zu schützen (d. h. davor, dass eine verwitwete Frau erneut heiraten muss, etwa den Bruder ihres verstorbenen Mannes). Es ging den Bischöfen hier ausschließlich um einen guten pastoralen Umgang mit den seelsorglichen Konflikten, nicht um eine lehrhafte Neubewertung.[9]

Der Abschlussbericht „The Pastoral Challenge of Polygamy“ wurde am 24. März 2026 veröffentlicht.[10] Er ordnet die Polygamie zunächst anthropologisch ein (Sorge um Nachkommenschaft, Ahnenbezug, gemeinschaftlicher Charakter der Ehe) und liest die Bibel als ambivalent: Im Alten Testament geduldet, werde die Polygamie im Neuen Testament überwunden.[11] Daraus folgt die zentrale These: Die christliche Ehe sei monogam aufgrund ihres theologischen Wesens, nicht aufgrund kultureller Prägung.[12] Der Bericht lehnt die polygame Ehe also als „unchristlich“ ab. Sie ist mit der katholischen Lehre nicht vereinbar. Das Leitwort lautet „Pastoral der Nähe“; im Mittelpunkt soll die Würde der Frau stehen.[13] Mit ihrem Bericht holten die afrikanischen Bischöfe das Thema allerdings aus der Grauzone und eröffneten einen kirchenoffiziellen Diskurs. Kein Wunder also, dass es innerhalb der Theologie mittlerweile durchaus weitreichendere Positionen gibt. Die Mehrzahl der afrikanischen Theologen plädiert allerdings für eine „pastorale Lösung“, also einen aufmerksamen seelsorglichen Umgang.

Liberalisierung der Polygamie?

Auch wenn die Polygamie innerhalb der afrikanischen Theologie in der traditionellen Linie wohl eher negativ bewertet wird, gibt es natürlich auch Stimmen, die sich für eine Öffnung und Liberalisierung des Diskurses einsetzen. Der kongolesische Moraltheologe Bénézet Bujo, der als Professor in der Schweiz gelehrt hat, ist die profilierteste katholische Stimme Afrikas für eine grundlegende Neubewertung des afrikanischen Eheverständnisses. Sein deutschsprachiges Hauptwerk zum Thema heißt „Plädoyer für ein neues Modell von Ehe und Sexualität. Afrikanische Anfragen an das westliche Christentum“ (2007).

Bujo verweist auf die Missionsgeschichte Afrikas. Die Missionare hätten polygame Ehen und die gestufte Eheschließung als sündhaft betrachtet und strikt abgelehnt. Erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, mit der wachsenden Zahl afrikanischer Bischöfe, sei die Inkulturation der Gewohnheitsehe ernsthaft zum Thema geworden.[14] Hier hätten also die Europäer ihre kulturellen Vorstellungen und Werte der afrikanischen Gesellschaft „übergestülpt“. Bujo kritisiert den Individualismus des importierten westlichen Familienmodells, die Missachtung der gemeinschaftlichen und traditionsgebundenen Dimension der Ehe sowie die Verengung der Ehe – eigentlich ein Langzeitprojekt – auf einen einzigen Zeitpunkt und des Sakraments auf einen einzigen Akt.[15] In Afrika verbindet die Ehe nicht zwei Individuen, sondern zwei Familien und Abstammungslinien, einschließlich der Ahnen.[16] Für Bujo ist die afrikanische Ehe ein gestufter Prozess. Daraus folgt etwa, dass Sexualität in einer bereits begonnenen, kulturell anerkannten Ehe nicht als „vorehelich“ qualifiziert werden kann. Er schlägt vor, entweder die Stufen beizubehalten und die sexuelle Gemeinschaft bis zur letzten Stufe aufzuschieben oder die Stufe der Brautgabe zur definitiven Eheschließung aufzuwerten.[17] Sein Argument: Wer die Ehe nur juristisch-punktuell denkt, verfehlt die afrikanische Wirklichkeit und produziert pastorale Sackgassen.

Bujo versteht Polygamie im afrikanischen Kontext nicht primär als Ausdruck sexuellen Begehrens, sondern als eingebettet in ein Gefüge von Verwandtschaft, Bündnisbildung und Weitergabe des Lebens.[18] Die missionarische Forderung, die „überzähligen“ Frauen zu entlassen, erscheint in dieser Perspektive als Unrecht an Frauen und Kindern, das im Namen des Evangeliums begangen wurde. Bujo plädiert daher für einen differenzierten Umgang mit Menschen, die bereits vor ihrer Bekehrung polygam verheiratet waren – ohne damit die Eingehung neuer polygamer Ehen durch Getaufte zu legitimieren.[19] Die kulturellen Normen, so das postkoloniale Argument, müssten von den Beteiligten selbst ausgehandelt werden und dürften nicht imperialistisch vorgegeben werden.[20]

Der eingangs erwähnte Münsteraner Theologe Égide Muziazia hat diese Argumentationslinie fortgeführt. Die afrikanischen Katholiken müssten frei über die Polygamie diskutieren können. Dabei macht Muziazia auf einen Zusammenhang mit dem „Synodalen Weg“ aufmerksam. Sinngemäß: Wenn man in Deutschland über die kirchliche Segnung homosexueller Partnerschaften sprechen dürfe, dann in Afrika, also in einem kulturell und kirchlich anders geprägten Raum, auch über die Polygamie.[21] Und jetzt wird es bunt!

Empören Sie sich?

Was halten Sie von diesem Vergleich, der Parallelität von Segnung homosexueller und polygamer Lebenspartnerschaften? Finden Sie das empörend? Sie haben im Grunde die Wahl zwischen zwei philosophischen Optionen. Entweder Sie finden, man solle die kirchliche Segnung homosexueller Paare zulassen, die Polygamie aber nicht (oder Sie lehnen beides ab), und sagen: Das muss überall so gelten. Dann vertreten Sie einen ethischen Universalismus, also die Vorstellung, dass es für die ganze Menschheit einheitliche ethische Normen gibt, die entweder aus der Vernunft, dem Naturrecht oder der Offenbarung abgeleitet werden. Oder aber Sie sagen: Was in einem kulturellen Raum als richtig angesehen wird, muss in anderen Gesellschaften nicht unbedingt gelten. Ethische Normen sind die Folge von Aushandlungsprozessen, in die wir uns von außen nicht einmischen dürfen. Wenn Sie das so vertreten, dann sind Sie Anhänger einer konstruktivistischen Ethik, also einer Ethik, die vom Kontext und von den Beteiligten selbst festgelegt wird. Universale Normen gibt es dann im Grunde nicht. Ich würde sagen, dass der konstruktivistische Ansatz heute vorherrschend ist (s. Gender-Debatte). Zu den Grundlagen moralischer Systeme habe ich auch schon einmal ausführlicher geschrieben (den Verweis finden Sie in der Fußnote).[22] Wenn Sie Konstruktivist sind, werden Sie sagen müssen: Es ist in Ordnung, über die kirchenoffizielle Anerkennung der Polygamie zu diskutieren. Sie geschieht ja, wie gesehen, aus guten Gründen.

Tatsächlich lohnt es sich, einmal zu schauen, wie die afrikanischen Bischöfe und Theologen auf die u. a. im „Synodalen Weg“ ausdrücklich geforderte Einführung von Segnungsfeiern für homosexuelle bzw. nicht heterosexuelle Paare reagiert haben.

Im April 2022 veröffentlichten rund 70 Bischöfe der Weltkirche, davon 19 aus Afrika, einen offenen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz.[23] Die Bischöfe warnten vor einem „Potenzial für ein Schisma“, das der „Synodale Weg“ mit sich bringe. Sie kritisierten, dass sich „die Deutschen“ in ihrer Diskussion nicht auf Schrift und Tradition, sondern auf moderne soziologische Thesen stützten. Man suche das Heil in einer Reform der Strukturen, statt etwa die Bemühungen um die Evangelisierung zu stärken. Der Synodale Weg weiche zudem von der etablierten Sexuallehre der Kirche ab.

Nun war Papst Franziskus bezüglich der Segnungen den Stimmen aus Deutschland und anderen Ländern entgegengekommen, indem er mit der Erklärung „Fiducia supplicans“ im Dezember 2023 den Weg zur Segnung zumindest einen Spalt weit öffnete.[24] Die Reaktion aus Afrika kam schnell. Im Januar 2024 äußerte sich das SECAM (der Zusammenschluss der afrikanischen Bischofskonferenzen).[25] Fazit: In Afrika lehne man die Segnung homosexueller Paare ab und werde sie auch nicht durchführen. Als Argumente dienten Verweise auf die Bibel und die Tradition der Kirche, aber eben auch, dass die Segnungen im Widerspruch zum kulturellen Ethos Afrikas stünden und dort als skandalös empfunden würden. In einem Interview sprach der SECAM-Vorsitzende, Kardinal Fridolin Ambongo (Kongo), von „kultureller Kolonisierung“ und „westlichem Imperialismus“. Der Westen, der Afrika das Christentum gebracht habe, verliere nun seine eigenen Wurzeln. Zugleich betonte er, Menschen mit homosexueller Neigung seien in der Kirche als Kinder Gottes willkommen; die Kirche stigmatisiere sie nicht, ermutige aber auch nicht zur Praxis.[26]

Die afrikanischen Bischöfe berufen sich hier also auf eine universalistische Ethik, die sie aus der Offenbarung ableiten. Mit dem Verweis auf den „Kolonialismus“ argumentieren sie aber zugleich auch konstruktivistisch. Ich habe den Eindruck, die afrikanische Position zu den Segnungen nicht heterosexueller Paare spiegelt genau die Position, die wir Europäer größtenteils zur „Polygamie“ einnehmen.

Was macht Rom?

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die römische Antwort in der Polygamiedebatte. Es gibt nämlich eine direkte Antwort des Glaubensdikasteriums auf die afrikanischen synodalen Diskussionen. Im November 2025 veröffentlichte das Dikasterium die Lehrnote „Una caro. Lob der Monogamie“.[27] Als Anlass nennt das Dokument u. a. die Gespräche mit Bischöfen aus Afrika und anderen Kontinenten über die Polygamie bei ihren Ad-limina-Besuchen sowie die Verbreitung „polyamoröser“ Beziehungen im Westen.[28] Inhaltlich entfaltet „Una caro“ die Einheit der Ehe aus Schrift, Kirchenvätern, Theologie und Lehramt und betont, das Lehramt habe die Einheit bisher weniger ausführlich reflektiert als die Unauflöslichkeit.[29] Das Schreiben zitiert Leo XIII., der die Monogamie als Verteidigung der Würde der Frau verstand, die auch um der Fortpflanzung willen nicht preisgegeben werden dürfe.[30] In einer Fußnote räumt das Dokument ein, dass auch afrikanische Traditionen der ersten Ehe zwischen einem Mann und einer Frau besondere Bedeutung beimessen.[31]

Die Note stieß bei afrikanischen Theologen auf deutliche Kritik. Man warf dem Dokument vor, Afrika als moralisch defizitär statt als sozial komplex darzustellen und die Verbreitung der Polygamie falsch einzuschätzen; die Monogamie werde dort keineswegs bestritten. Rom habe gesprochen, während die afrikanischen Bischöfe ihre synodal beauftragte Studie noch nicht abgeschlossen hatten – Afrika werde einmal mehr ohne Afrika am Tisch definiert.[32] Die Begleitung polygamer Ehen sei keine Schwächung der Lehre, sondern eine Stärkung der pastoralen Methode.[33]

Auch Beobachter außerhalb Afrikas kritisierten, dass die Note fast ausschließlich europäische Theologen heranzieht und den Frauen und Kindern, die unter der Polygamie am meisten leiden, kaum Aufmerksamkeit widmet.[34] Andere deuten die Zurückhaltung gegenüber dem afrikanischen Kontext als bewussten Verzicht, dem SECAM-Prozess nicht vorzugreifen.[35] Der Abschlussbericht der SECAM-Kommission wurde schließlich mit Zustimmung von Papst Leo XIV. veröffentlicht, aber ausdrücklich als „Arbeitsdokument“, mit dem die Kommission ihren Auftrag abschloss und aufgelöst wurde.[36] Die Diskussion geht also weiter. Eine offizielle Änderung der katholischen Lehrmeinung zur Polygamie ist allerdings wohl nicht zu erwarten.


[1]katholisch.de, „Theologe: Polygamie ist kein Indiz moralischer Rückständigkeit“, https://www.katholisch.de/kirche-international/theologe-polygamie-ist-kein-indiz-moralischer-rueckstaendigkeit.

[2] Ich möchte darauf hinweisen, dass ich dieses Mal die freundliche Hilfe einer KI bei der Recherche angenommen habe. Die Fußnoten sind entsprechend etwas abweichend von meiner sonstigen Praxis dementsprechend von der KI überarbeitet und vereinheitlicht worden.

[3]XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode, Synthesebericht der ersten Sitzung (28.10.2023), Kap. 16; vgl. AMECEA Communications, „Synod on Synodality: Respectful and Fraternal Dialogue, Key in Addressing Polygamy in Africa Says SECAM President“, 16.10.2024, https://communications.amecea.org/index.php/2024/10/16/synod-on-synodality-respectful-and-fraternal-dialogue-key-in-addressing-polygamy-in-africa-says-secam-president.

[4]Crux, „With address of polygamy, Vatican flunks early test of synodality“, November 2025, https://cruxnow.com/news-analysis/2025/11/with-address-of-polygamy-vatican-flunks-early-test-of-synodality.

[5]The Pillar, „Cardinal Ambongo sets out roadmap“, Oktober 2024, https://www.pillarcatholic.com/p/cardinal-ambongo-sets-out-roadmap.

[6]Crux, „At Synod on Synodality, African cardinal says Church is working to address polygamy“, Oktober 2024, https://cruxnow.com/church-in-africa/2024/10/at-synod-on-synodality-african-cardinal-says-church-is-working-to-address-polygamy.

[7]Generalsekretariat der Bischofssynode, „SECAM – On the Pastoral Challenges of Polygamy. Interim Report“, 28.08.2025, https://www.synod.va/en/the-synodal-process/phase-3-the-implementation/the-study-groups/interim-reports/secam-commission-on-poligamy.html.

[8]Vatican News, „SECAM Plenary Day 2: African Church’s long-term vision and polygamy at centre stage“, 02.08.2025, https://www.vaticannews.va/en/church/news/2025-08/secam-kigali-plenary-day-2-long-term-vision-polygamy-africa-chur.html.

[9]ACI Africa, „Six Pastoral Proposals Africa’s Catholic Bishops Have Approved for Accompaniment of Persons in Polygamous Situations“, August 2025, https://www.aciafrica.org/news/16883.

[10]SECAM-Kommission, The Pastoral Challenge of Polygamy. Final Report, veröffentlicht vom Generalsekretariat der Synode am 24.03.2026, https://www.synod.va/content/dam/synod/process/implementation/10workinggroups/final-reports/sg2-sceam/SECAM_ENG_Final-Report.pdf.

[11]Vatican News, „Synod releases reports on poverty, the environment, and polygamy“, 24.03.2026, https://www.vaticannews.va/en/vatican-city/news/2026-03/synod-releases-final-reports-study-group-no-2-secam-commission.html.

[12]Siehe Anm. 10.

[13]Siehe Anm. 10.

[14]Bénézet Bujo, Plea for Change of Models for Marriage, Nairobi: Paulines Publications Africa 2009 (E-Book-Ausgabe 2020), Verlagsbeschreibung, https://www.amazon.fr/dp/B08GWQ8M1W.

[15]Égide Muziazia, „Zwischen dem Erlaubten und dem Unerlaubten liegt die Kontextualität. Polygamie als pastorale Herausforderung“, feinschwarz.net, 13.10.2026, mit Verweis auf Bujo, Plea for Change of Models for Marriage, 12 f., https://www.feinschwarz.net/polygamie-als-pastorale-herausforderung/.

[16]Wie Anm. 14.

[17]„A Synodal Approach to Reimagining Nigerian Catholic Marriage Rites: An Afro-Theological Perspective“, in: Religions 16 (2025), Nr. 2, Art. 114, mit Bezug auf Bujo 1998, 103 und Bujo 2009, https://www.mdpi.com/2077-1444/16/2/114.

[18]Bénézet Bujo, La vision africaine du monde, Basel: Schwabe 2021, 73 f. (zitiert nach Muziazia, s. Anm. 14).

[19]Diese Zusammenfassung von Bujos Argumentation zur Polygamie im engeren Sinn stützt sich auf die Informationen aus veröffentlichten Artikeln.

[20]In ähnlicher Weise argumentiert auch der südafrikanische Bibelwissenschaftler Itumeleng Mothoagae. S. VoiceAfrique (Podcast), „Should polygamy be accepted by the Catholic Church in Africa?“, Gespräch mit Prof. Itumeleng Mothoagae (UNISA), https://buzzsprout.com/1861807/14048342.

[21]Siehe Anm. 14.

[22]Sensus fidei (Blog), „Wie kann man Moral begründen? – Teil 2“, 23.07.2019, https://sensusfidei.blog/2019/07/23/wie-kann-man-moral-begrunden-teil-2/.

[23]„Fraternal Open Letter to Our Brother Bishops in Germany“, 11.04.2022, Volltext in: National Catholic Register, https://ncregister.com/news/full-text-fraternal-open-letter-of-correction-issued-to-german-bishops.

[24]Sensus fidei (Blog), „Der Papst erlaubt Segnungen für homosexuelle Paare, aber …“, 18.12.2023, https://sensusfidei.blog/2023/12/18/der-papst-erlaubt-segnungen-fur-homosexuelle-paare-aber/.

[25]SECAM, „No blessing for homosexual couples in all churches in Africa“, Accra, 11.01.2024, https://secam.org/5924/.

[26]Aleteia, „Cardinal Ambongo: Blessing same-sex couples is cultural colonization“, 20.03.2024, https://aleteia.org/2024/03/20/cardinal-ambongo-blessing-same-sex-couples-is-cultural-colonization.

[27]Dikasterium für die Glaubenslehre, Una caro. Elogio della monogamia. Nota dottrinale sul valore del matrimonio come unione esclusiva e appartenenza reciproca, 25.11.2025, approbiert von Papst Leo XIV. am 21.11.2025, https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20251125_una-caro_it.html.

[28]La Nuova Bussola Quotidiana, „Dall’ex Sant’Uffizio arriva l’elogio della monogamia“, 26.11.2025, https://lanuovabq.it/it/pdf/dallex-santuffizio-arriva-lelogio-della-monogamia; La Sicilia, „Vaticano sulla monogamia“, https://www.lasicilia.it/news/attualita/3007209/vaticano-sulla-monogamia-nel-matrimonio-un-solo-uomo-e-una-sola-donna.html.

[29]National Catholic Reporter, „Vatican issues sweeping defense of traditional marriage, pushing back on polygamy“, 25.11.2025, https://www.ncronline.org/vatican/vatican-issues-sweeping-defense-traditional-marriage-pushing-back-polygamy.

[30]Wie Anm. 28.

[31]Wie Anm. 27.

[32]Leonida Katunge, „‚Una Caro‘: Why is the Vatican still getting Africa wrong on marriage?“, in: National Catholic Reporter / Global Sisters Report, 27.01.2026, https://www.ncronline.org/opinion/una-caro-why-vatican-still-getting-africa-wrong-marriage.

[33]Wie Anm. 31.

[34]Wie Anm. 3.

[35]Window Light (Substack), „A Pastoral Response to Polygamous Marriage in Africa“, 2026, https://windowlight.substack.com/p/a-pastoral-response-to-polygamous.

[36]Wie Anm. 10.

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